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Maßregelvollzug ist ein Teil des psychiatrischen Versorgungsangebotes. Neben der Sicherheit der Gesellschaft steht die Behandlung der Menschen im Maßregelvollzug im Zentrum der Unterbringung. Ohne ein qualifiziertes Behandlungsangebot für jeden Einzelnen wäre die Unterbringung im Maßregelvollzug eine rechtswidrige Verwahrung.

 

Häufig hatten die Menschen im Maßregelvollzug vor ihrer Verurteilung bereits Kontakte zu psychiatrischen Versorgungangeboten. Dort, wo diese Angebote die Menschen nicht erreichen, besteht die Gefahr, dass Personen letztlich in den Maßregelvollzug kommen. Tragfähige psychiatrische Versorgungsangebote spielen bei der Entlassung und Wiedereingliederung der Patienten eine wichtige Rolle.

Zentrale Themen der Tagung sind präventive Möglichkeiten zur Vermeidung von Unterbringung sowie die Aufgaben der forensischen Nachsorge.

Prognosen zur Risikoeinschätzung und Gefährdungspotentialen spielen im Maßregelvollzug eine wesentliche Rolle. Dies gilt sowohl für die Anordnung wie auch für die Beendigung des Maßregelvollzugs.

Wohin nach der Entlassung? In den Regionen besteht eine unterschiedliche Bereitschaft, ehemalige Forensiker aufzunehmen. Woran liegt das?   Nach einleitenden Vorträgen am Vormittag sollen die vorgenannten Themen am Nachmittag im Rahmen eines Erfahrungsaustauschs aufgegriffen werden.

 

Martina Wenzel-Jankowski
Landesrätin
Dezernat Klinikverbund und Verbund
Heilpädagogischer Hilfen

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